Immer mehr Mädchen und junge Frauen leiden unter Magersucht

In Deutschland leiden immer mehr Mädchen und junge Frauen an Essstörungen. Hierbei muss zwischen Magersucht (Anorexie), Binge Eating und Ess-Brech-Sucht (Bulimie) unterschieden werden. Eine Person mit Magersucht hungert sich nach und nach so dünn, sodass sie deutlich untergewichtig sind. An Bulimie erkrankte Menschen dagegen wirken auf den ersten Blick gesund. Sie haben häufig ein normales Gewicht. Bulimie erkrankte Menschen leiden unter einer unkontrollierbaren Essattacke. Danach versuchen sie die Mengen an Kalorien durch ein selbst hervorgerufenes Erbrechen wieder loszuwerden. Häufig nehmen sie auch Abführmittel zu sich, fasten und treiben übermäßig Sport. Beim Schlingen (Binge Eating) dagegen leiden Mädchen oder junge Frauen unter häufigen Heißhungerattacken. Häufig unternehmen sie aber nichts weiter, um ihr Gewicht zu verringern. Vielmehr ist diese Störung häufig mit einer Fettleibigkeit oder Übergewicht (Adipositas) verbunden, was sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Ursachen für eine Essstörung

Für eine Essstörung gibt es die unterschiedlichsten Ursachen. Einer der häufigsten Auslöser ist der stetige Schönheitswahn. Jungen Frauen wird durch die Werbung und das Fernsehen vorgegaukelt, dass Schönheit nur in Verbindung mit einer Schlankheit möglich ist. Wenn ein junger Mensch kein gestärktes Selbstwertgefühl hat oder das soziale oder familiäre Umfeld nicht ganz intakt ist, dann kann es schnell passieren, dass sich das Mädchen unwohl fühlt und so schnell wie möglich abnehmen möchte. In der Regel sind von einer Magersucht junge Mädchen betroffen. Nur sehr selten handelt es sich bei den Betroffenen um Kinder oder junge Männer. Eine Bulimie betrifft meistens Menschen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Die Binge Eating Essstörung dagegen tritt häufig im frühen Erwachsenenalter auf. Diese Form der Essstörung kommt auch bei Männern sehr häufig vor.

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

In Deutschland fühlen sich circa die Hälfte der Mädchen viel zu dick und das, obwohl sie eigentlich unter- oder normalgewichtig sind. Bei den Jungs sind es im Durschnitt 22%. Essstörungen werden auch heute noch von vielen Menschen unterschätzt. Dabei sind die Zahlen der betroffenen Mädchen und Jungen besorgniserregend. Häufig ist nicht nur der familiäre oder biologische Faktor der Auslöser einer Magersucht, Bulimie oder Binge Eating Discorder, sondern auch die Medien leisten einen großen Beitrag dazu. Durch entsprechende Schönheitsideale wird der Druck auf die heranwachsenden Mädchen und Jungen erhöht. Sie möchten dem Ideal entsprechen und hungern sich daher fast zu Tode. Essstörungen gehören zu den psychosomatischen Erkrankungen. Häufig sind sie Lösungsversuche für ganz andere seelische Probleme. Die Erkrankung kann auch durch Flucht, als Ersatzversuch, verdrängten Gefühlen oder Bedürfnissen auftreten. Die Essstörungen haben zwangsläufig nicht nur mit Problemen bei der Aufnahme von Nahrung zu tun. Vielmehr handelt es sich um psychische Störungen. Das Hungern beziehungsweise das maßlose Essen ist dann nur der Versuch, das Problem zu lösen. Auch durch eine Diät kann es schnell passieren, dass ein junger Mensch in eine Essstörung rutscht. Besonders erschreckend ist, dass bereits 24% aller 12 bis 17-jährigen Mädchen bereits eine Diät gemacht haben.

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